ÄNGie e.V.

stadttheater_

Save the date! – Mitgliederversammlung des ÄNGie e.V. 2018

Die diesjährige Mitgliederversammlung des ÄNGie e.V. findet am 25. April 2018 im gng – Gesundheitsnetz Giessen (Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Frankfurter Straße 1, 35390 Gießen) statt.

Vor der Mitgliederversammlung wird es einen Vortrag zum Thema „Praxisrecht Akut“ – Datenschutz und Betriebsrentenstärkungsgesetz (Mark Peters, Praxismanagement Bublitz-Peters, Heidelberg, und Mark Warner, TPC, Hamburg) geben.

Selbstverständlich geht unseren Mitgliedern die Einladung mitsamt der Agenda auch noch einmal gesondert zu.

Herbst 2018: DMP-Veranstaltung KHK, Diabetes Typ II, Asthma und COPD

Am 08.09.2017 bietet ÄNGie wieder allen Interessierten eine DMP-Veranstaltung in Gießen zu den Themen KHK, Diabetes Typ II sowie Asthma und COPD. Für ÄNGie-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, für Nicht-Mitglieder erheben wir eine Teilnahmegebühr.

Nähere Informationen hierzu folgen demnächst.

Anmeldungen für die Veranstaltung sind bereits ab sofort möglich.

ÄNGie-Geschäftsstelle

ÄNGie hat die neuen Geschäftsräume bezogen. Sie finden uns nunmehr in der Gartenstr. 18, 35390 Gießen in der Frauenarztpraxis von Dr. Christof Schütz und Claudia Bernhold.

Sie erreichen uns weiterhin wie gehabt über die Mobilnummer 0176 618 33 583 oder über die bekannten E-Mail-Adressen p.porto[at]aengie.net oder info[at]aengie.net.

Es besteht auch wieder die Möglichkeit, uns ein Fax zu übermitteln. Unsere Fax-Nr. lautet 032223945540.

Netzbroschüre

Hier können Sie unsere aktuelle Netzbroschüre herunterladen.

Leistungserbringerstatus für qualifizierte Praxis- bzw. Ärztenetze

ÄNGie unterstützt den Vorstoß der Interessensgemeinschaft „Leistungserbringerstatus für Ärztenetze“. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass qualifizierte Ärztenetze den Status von Leistungserbringern erhalten, um regionale Versorgungslücken weiterhin schließen zu können.

Dazu bedarf es aus der Sicht der Initiative, der sich derzeit 75 Ärztenetze und weitere Unterstützer (darunter sogar eine KV) angeschlossen haben, der Möglichkeit, dass nach §87b Sozialgesetzbuch (SGB V) anerkannte Praxisnetze einen Leistungserbringerstatus erhalten, der es ihnen ermöglicht, beispielsweise Ärzte einzustellen.

Modellprojekte haben sich hervorragend bewährt, sind aber aufgrund der bisherigen Gesetzeslandschaft nicht übertragbar. Das Pflegeheimmodell Lingen beispielsweise basiert auf einer Ausnahmeregelung. Dort haben Ärztenetz und örtliche Pflegeheime entschieden, dass das Praxisnetz Genial eG einen Arzt bzw. eine Ärztin einstellt. Diese(r) besucht alle Bewohner des Heimes im Auftrag und Austausch mit dem jeweiligen Hausarzt bzw. der Hausärztin.

Die Interessensgemeinschaft hat eine Broschüre zum Thema „Gesundheit gemeinsam verantworten. Versorgung gemeinsam gestalten“ gedruckt und an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses sowie die Sozialministerien der Länder versandt, in der sie ihre Forderungen darstellt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Initiative (http://www.leistungserbringerstatus.de/).

Unterstützung der Praxisarbeit durch digitale Vernetzung

Eines der Ziele des ÄNGie e.V. ist eine optimierte medizinische Versorgung der Patienten – unter anderem sollen die begrenzten ärztlichen Ressourcen für die Behandlung der Patienten und nicht für zeitraubende und unnötige Verwaltungsarbeiten verwendet werden. Hierfür ist eine effektive, einfache und schnelle elektronische Vernetzung hilfreich, die eine Entlastung für den Arbeitsalltag der Haus- und Fachärzte bietet.

Die Firma MicroNova stellt eine Softwarelösung namens ViViAN („Virtuelle Vernetzung im Arztnetz“) zur Verfügung, mittels derer Daten und Informationen (aktuelle Diagnosen, Labordaten, bisherige Therapien und Therapieempfehlungen usw.) elektronisch und somit unmittelbar zwischen den verschiedenen Haus- und Facharztpraxen ausgetauscht werden können, die an der Behandlung eines Patienten beteiligt sind.

Sind Krankenhäuser mit-vernetzt, können auch Entlassungsbriefe von der Klinik direkt in ViViAN eingespeist und in den Praxen ausgelesen werden. Auf der anderen Seite kann der Arzt festlegen, dass automatisch z. B. die letzten Laborwerte vom ViViAN-Client der Klinik abgerufen werden können, wenn der Patient stationär behandelt werden muss. Das Sortieren, Einscannen oder Erstellen von Arztbriefen wird somit reduziert oder entfällt ganz bei den Patienten, die im Rahmen der Vernetzung behandelt werden. Da der Datenaustausch unabhängig von der Verwaltungssoftware funktioniert, die in den verschiedenen Praxen bereits installiert ist, müssen Ärzte und Mitarbeiter ihre Arbeitsabläufe auch nur geringfügig umstellen.

Dies trägt – neben der Zeitersparnis – dazu bei, teure Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Arzneimittelkomplikationen (beispielsweise bei Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen) zu verhindern. Die Patientenversorgung – gerade von multimorbiden Patienten, die viele Medikamente einnehmen und bei vielen unterschiedlichen Fachärzten vorstellig werden müssen – wird optimiert. Der neue bundeseinheitliche Medikamentenplan kann ebenfalls kontinuierlich und zeitsparend über ViViAN aktuell gehalten werden.

Die Datensicherheit ist dabei gewährleistet, denn die ausgetauschten Daten werden nicht in einer Cloud gespeichert: Der Datentransfer erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung von einer Praxis in die andere. Darüber hinaus muss der Patient der Freigabe seiner Therapiedaten für die jeweilige Praxis zustimmen, kann also selbst entscheiden, welche Ärzte Zugriff auf seine Netzakte haben, und bleibt somit Herr über seine Daten.

Derzeit führt MicroNova in verschiedenen Bundesländern Vernetzungsprojekte durch: In Nordrhein-Westfalen wird ViViAN nach Auskunft der Firma bereits in 10 Arztnetzen eingesetzt, und auch in Baden-Württemberg sind bereits 120 Ärzte über die Software miteinander vernetzt.

ÄNGie hat sich um Fördermittel für die Vernetzung unserer Mitglieder bemüht. Die Höhe des Anschaffungspreises und der Lizenzgebühren hängt maßgeblich von der Anzahl der Arztpraxen ab, die ein grundsätzliches Interesse bekunden, eine solche elektronische Patientenakte gemeinsam nutzen zu wollen. Falls sich in Hessen einige Ärztenetze finden, in denen eine wesentliche Anzahl von Ärzten dazu bereit ist, sich ebenfalls an der elektronischen Vernetzung durch ViViAN zu beteiligen, ist das Hessische Ministerium für Soziales und Integration willens, die Einführung dieser elektronischen Vernetzung zu unterstützen.

Die endgültige Höhe der bei der Arztpraxis verbleibenden Kosten steht derzeit noch nicht fest, hängt aber wesentlich davon ab, wie viele Netze und Ärzte sich dem Projekt anschließen. Erfolgreich und tragfähig wird eine solche Vernetzungslösung erst, wenn möglichst viele Ärzte sich am Datentransfer beteiligen.

Wenn Sie sich an dem Vernetzungsprojekt beteiligen möchten, melden Sie sich bitte in der ÄNGie-Geschäftsstelle und geben Sie eine unverbindliche Absichtserklärung ab! Je mehr Interessensbekundungen abgegeben werden, umso größer ist die Chance, dass das Projekt realisiert werden kann und die Kosten für alle möglichst gering bleiben!