Aktuelles und Termine

 

Save the date! – Mitgliederversammlung des ÄNGie e.V. 2018

Die diesjährige Mitgliederversammlung des ÄNGie e.V. findet am 25. April 2018 statt.

Nähere Informationen hierzu folgen demnächst.

Selbstverständlich geht unseren Mitgliedern die Einladung mitsamt der Agenda auch noch einmal gesondert zu.

Herbst 2018: DMP-Veranstaltung KHK, Diabetes Typ II, Asthma und COPD

Am 08.09.2017 bietet ÄNGie wieder allen Interessierten eine DMP-Veranstaltung in Gießen zu den Themen KHK, Diabetes Typ II sowie Asthma und COPD. Für ÄNGie-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, für Nicht-Mitglieder erheben wir eine Teilnahmegebühr.

Nähere Informationen hierzu folgen demnächst.

Anmeldungen für die Veranstaltung sind bereits ab sofort möglich.

ÄNGie-Geschäftsstelle

ÄNGie hat die neuen Geschäftsräume bezogen. Sie finden uns nunmehr in der Gartenstr. 18, 35390 Gießen in der Frauenarztpraxis von Dr. Christof Schütz und Claudia Bernhold.

Sie erreichen uns weiterhin wie gehabt über die Mobilnummer 0176 618 33 583 oder über die bekannten E-Mail-Adressen p.porto[at]aengie.net oder info[at]aengie.net.

Es besteht auch wieder die Möglichkeit, uns ein Fax zu übermitteln. Unsere Fax-Nr. lautet 032223945540.

Netzbroschüre

Hier können Sie unsere aktuelle Netzbroschüre herunterladen.

Leistungserbringerstatus für qualifizierte Praxis- bzw. Ärztenetze

ÄNGie unterstützt den Vorstoß der Interessensgemeinschaft „Leistungserbringerstatus für Ärztenetze“. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass qualifizierte Ärztenetze den Status von Leistungserbringern erhalten, um regionale Versorgungslücken weiterhin schließen zu können.

Dazu bedarf es aus der Sicht der Initiative, der sich derzeit 75 Ärztenetze und weitere Unterstützer (darunter sogar eine KV) angeschlossen haben, der Möglichkeit, dass nach §87b Sozialgesetzbuch (SGB V) anerkannte Praxisnetze einen Leistungserbringerstatus erhalten, der es ihnen ermöglicht, beispielsweise Ärzte einzustellen.

Modellprojekte haben sich hervorragend bewährt, sind aber aufgrund der bisherigen Gesetzeslandschaft nicht übertragbar. Das Pflegeheimmodell Lingen beispielsweise basiert auf einer Ausnahmeregelung. Dort haben Ärztenetz und örtliche Pflegeheime entschieden, dass das Praxisnetz Genial eG einen Arzt bzw. eine Ärztin einstellt. Diese(r) besucht alle Bewohner des Heimes im Auftrag und Austausch mit dem jeweiligen Hausarzt bzw. der Hausärztin.

Die Interessensgemeinschaft hat eine Broschüre zum Thema „Gesundheit gemeinsam verantworten. Versorgung gemeinsam gestalten“ gedruckt und an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses sowie die Sozialministerien der Länder versandt, in der sie ihre Forderungen darstellt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Initiative (http://www.leistungserbringerstatus.de/).

Unterstützung der Praxisarbeit durch digitale Vernetzung

Eines der Ziele des ÄNGie e.V. ist eine optimierte medizinische Versorgung der Patienten – unter anderem sollen die begrenzten ärztlichen Ressourcen für die Behandlung der Patienten und nicht für zeitraubende und unnötige Verwaltungsarbeiten verwendet werden. Hierfür ist eine effektive, einfache und schnelle elektronische Vernetzung hilfreich, die eine Entlastung für den Arbeitsalltag der Haus- und Fachärzte bietet.

Die Firma MicroNova stellt eine Softwarelösung namens ViViAN („Virtuelle Vernetzung im Arztnetz“) zur Verfügung, mittels derer Daten und Informationen (aktuelle Diagnosen, Labordaten, bisherige Therapien und Therapieempfehlungen usw.) elektronisch und somit unmittelbar zwischen den verschiedenen Haus- und Facharztpraxen ausgetauscht werden können, die an der Behandlung eines Patienten beteiligt sind.

Sind Krankenhäuser mit-vernetzt, können auch Entlassungsbriefe von der Klinik direkt in ViViAN eingespeist und in den Praxen ausgelesen werden. Auf der anderen Seite kann der Arzt festlegen, dass automatisch z. B. die letzten Laborwerte vom ViViAN-Client der Klinik abgerufen werden können, wenn der Patient stationär behandelt werden muss. Das Sortieren, Einscannen oder Erstellen von Arztbriefen wird somit reduziert oder entfällt ganz bei den Patienten, die im Rahmen der Vernetzung behandelt werden. Da der Datenaustausch unabhängig von der Verwaltungssoftware funktioniert, die in den verschiedenen Praxen bereits installiert ist, müssen Ärzte und Mitarbeiter ihre Arbeitsabläufe auch nur geringfügig umstellen.

Dies trägt – neben der Zeitersparnis – dazu bei, teure Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Arzneimittelkomplikationen (beispielsweise bei Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen) zu verhindern. Die Patientenversorgung – gerade von multimorbiden Patienten, die viele Medikamente einnehmen und bei vielen unterschiedlichen Fachärzten vorstellig werden müssen – wird optimiert. Der neue bundeseinheitliche Medikamentenplan kann ebenfalls kontinuierlich und zeitsparend über ViViAN aktuell gehalten werden.

Die Datensicherheit ist dabei gewährleistet, denn die ausgetauschten Daten werden nicht in einer Cloud gespeichert: Der Datentransfer erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung von einer Praxis in die andere. Darüber hinaus muss der Patient der Freigabe seiner Therapiedaten für die jeweilige Praxis zustimmen, kann also selbst entscheiden, welche Ärzte Zugriff auf seine Netzakte haben, und bleibt somit Herr über seine Daten.

Derzeit führt MicroNova in verschiedenen Bundesländern Vernetzungsprojekte durch: In Nordrhein-Westfalen wird ViViAN nach Auskunft der Firma bereits in 10 Arztnetzen eingesetzt, und auch in Baden-Württemberg sind bereits 120 Ärzte über die Software miteinander vernetzt.

ÄNGie hat sich um Fördermittel für die Vernetzung unserer Mitglieder bemüht. Die Höhe des Anschaffungspreises und der Lizenzgebühren hängt maßgeblich von der Anzahl der Arztpraxen ab, die ein grundsätzliches Interesse bekunden, eine solche elektronische Patientenakte gemeinsam nutzen zu wollen. Falls sich in Hessen einige Ärztenetze finden, in denen eine wesentliche Anzahl von Ärzten dazu bereit ist, sich ebenfalls an der elektronischen Vernetzung durch ViViAN zu beteiligen, ist das Hessische Ministerium für Soziales und Integration willens, die Einführung dieser elektronischen Vernetzung zu unterstützen.

Die endgültige Höhe der bei der Arztpraxis verbleibenden Kosten steht derzeit noch nicht fest, hängt aber wesentlich davon ab, wie viele Netze und Ärzte sich dem Projekt anschließen. Erfolgreich und tragfähig wird eine solche Vernetzungslösung erst, wenn möglichst viele Ärzte sich am Datentransfer beteiligen.

Wenn Sie sich an dem Vernetzungsprojekt beteiligen möchten, melden Sie sich bitte in der ÄNGie-Geschäftsstelle und geben Sie eine unverbindliche Absichtserklärung ab! Je mehr Interessensbekundungen abgegeben werden, umso größer ist die Chance, dass das Projekt realisiert werden kann und die Kosten für alle möglichst gering bleiben!

Pressemitteilung der Agentur deutscher Arztnetze e.V.
Netze brauchen Leistungserbringerstatus

Berlin, 25. April 2017 – Gut fünf Monate vor der Bundestagswahl hat die Agentur Deutscher Arztnetze (ADA) ihre Kernforderungen an die Politik vorgelegt. Anerkannte Netze sollen den Status von Leistungserbringern erhalten, um regionale Versorgungsprobleme besser beheben zu können. Zudem wird eine bundesweit einheitliche Netzförderung angemahnt.

„Regionale integrierte Versorgung ist – insbesondere mit Blick auf die demografische Entwicklung – die Gesundheitsversorgung von morgen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Netzagentur, Dr. Veit Wambach. Zwar sei das Gesundheitssystem in Deutschland ohne Frage hervorragend, die Versorgungslandschaft sei hingegen extrem heterogen. Sowohl bei den Häufigkeiten bestimmter Erkrankungen als auch bei den Sterblichkeitsraten lassen sich große regionale Unterschiede beobachten. „In Hamburg beispielsweise besteht zwischen verschiedenen Stadtteilen eine Differenz von bis zu zehn Jahren bei der Lebenserwartung. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, stellt Wambach fest. Hier würden Praxisnetze und Gesundheitsverbünde ansetzen, da sie die lokale Situation am besten kennen und nahe an den Menschen seien.

Bereits heute gibt es viele hoch entwickelte Arztnetze, die in ihren Regionen wirkungsvoll vorführen, wie durch Vernetzung von Ärzten und anderen Leistungserbringern die Gesundheitsversorgung vor Ort verbessert werden kann. „Damit dies auch in Zukunft gewährleistet werden kann, tritt die Agentur deutscher Arztnetze für eine weitere Stärkung der Netze ein, damit diese in die Lage versetzt werden, das Versorgungsgeschehen vor Ort weiterhin nachhaltig und qualitativ hochwertig gestalten zu können“, betont Wambach.

Netze brauchen Leistungserbringerstatus
Um die regionale Versorgung mitgestalten zu können, bedarf es aus Sicht der Agentur deutscher Arztnetze der Möglichkeit, dass Arztnetze – neben Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren und Kommunen – Arztsitze aufkaufen können. Dafür sollten nach §87b Sozialgesetzbuch (SGB V) anerkannte Praxisnetze einen Leistungserbringerstatus erhalten, der es ihnen ermöglicht, beispielsweise Ärzte einzustellen. „Einzelne Ärztenetze setzen bereits sehr erfolgreich Projekte mit angestellten Ärzten um – aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen basieren diese Projekte jedoch auf individuellen Einzelabsprachen. Hier bedarf es einer umfassenden Regelung“, so Wambach.

Förderpraxis sollte vereinheitlicht werden
Darüber hinaus müsse der gesetzliche Auftrag der im SGB V initiierten Förderung von Netzen durch die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen gesetzlich präzisiert werden. Wambach: „Leider gehen die Kassenärztlichen Vereinigungen hier nicht gleich vor. Während einige dieses Thema sehr ernst nehmen, verhindern andere eine substantielle Förderung, was dazu führt, dass Netze nicht über die nötigen Mittel verfügen, um innovative Projekte voranzutreiben. Eine gesetzliche Präzisierung ist deshalb unumgänglich.“

Weiterhin müssten anerkannte Praxisnetze die Möglichkeit erhalten, regionale Versorgungsaufträge zu übernehmen, um bestehende Defizite und Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auszugleichen. „Dies wäre beispielsweise über die Beleihung eines regionalen Versorgungsauftrages durch die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung umsetzbar“, so Wambach. Der Ordnungsrahmen der Selbstverwaltung durch die KVen bleibe dabei erhalten.

Schließlich befasst sich das Papier mit den Themen Digitalisierung und interprofessionelle Kooperation. „Die Digitalisierung bringt viele Herausforderungen mit sich, beinhaltet aber auch enorme Chancen. Sie stellt damit neue Anforderungen an den Arzt und das Selbstverständnis des Arztberufes und verändert die Möglichkeiten und Anforderungen aller beteiligten Professionen sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit. Diesen Wandel wollen wir unterstützend begleiten“, so Wambach abschließend.

Das Grundsatzprogramm der Agentur deutscher Arztnetze finden Sie unter www.deutsche-aerztenetze.de.

Arbeitskreis „Patientenlenkung“

ÄNGie-Vertreter treffen regelmäßig am Runden Tisch mit Vertretern der regionalen Krankenhäuser zusammen. Bei den letzten Sitzungen waren sich die Teilnehmer einig, dass es wünschenswert wäre, ein Modell der Patientensteuerung zu entwickeln und damit beispielsweise die Notfallambulanzen für tatsächliche Notfälle freizuhalten. In diesem Zusammenhang wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe angeregt.

Am 20. September 2017 ist der Arbeitskreis – bestehend aus ÄNGie-Mitgliedern und Verantwortlichen aus den Notaufnahmen – zum zweiten Mal zusammengekommen. Bei diesem Treffen war auch Herr Dr. Edgar Pinkowski als Vertreter der KV Hessen anwesend.

In einer angeregten Diskussion tauschten sich die Anwesenden über die Möglichkeiten der Patientenlenkung aus. Die Anwesenden einigten sich darauf, zunächst eine gemeinsame Pressemeldung zu erstellen, um auf die unterschiedlichen Aufgaben von ÄBD und Notfallambulanz hinzuweisen und über die Standorte des ÄBD in Gießen, deren Öffnungszeiten sowie die bundesweit gültige Telefonnummer 116 117 zu informieren.

Bei Interesse an einer Teilnahme am Arbeitskreis wenden Sie sich bitte an p.porto[at]aengie.net.

Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin – Runder Tisch

ÄNGie e.V. engagiert sich im Bereich der Ausbildung zum Facharzt Allgemeinmedizin, um einen Beitrag zur optimierten ärztlichen Weiterbildung in der Region Gießen zu leisten. Damit möchten wir auch zur Steigerung der Attraktivität des Arztberufes beitragen und dem Hausärztemangel im ländlichen Bereich durch die Förderung des Nachwuchses aktiv entgegenwirken. Aus diesem Grunde fanden bereits mehrere Arbeitskreistreffen mit Vertretern der Krankenhäuser aus der Region und Vertretern unseres Netzes statt, um Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung, Abstimmung und Kooperation im Bereich der Weiterbildung angehender Allgemeinmediziner zu diskutieren. Wir halten Sie über unseren Newsletter auf dem Laufenden!

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen: So können wir gemeinsam helfen

Der Landkreis Gießen hat mit Unterstützung des ÄNGie e. V. eine Informationsbroschüre zum Thema der Medizinischen Versorgung von Flüchtlingen in unserer Region herausgegeben. Diese finden Sie hier zum Download.

Weitere Informationen des ÄNGie e. V. zum Thema Medizinische Versorgung von Flüchtlingen finden Sie hier.

Um mit uns in Kontakt zu bleiben und aktuelle Informationen zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zu erhalten, empfehlen wir Ihnen die kostenlose MEDICNEO-App.

NEU: Die ÄNGie-Job Börse

Informieren Sie sich über aktuelle medizinische Stellenangebote aus der Region oder geben Sie ganz einfach und bequem Ihre eigene Stellenanzeige auf. Das Angebot ist für Sie kostenlos!

Umfrage zu angebotenen Leistungen der Netz-Praxen

Die Geschäftsstelle erhebt laufend im Auftrag des Runden Tischs der Haus- und Fachärzte,  welche Leistungen (IGEL, Prävention/Vorsorge, Tauglichkeitsuntersuchungen, Belegbetten, etc.) von den Mitgliedspraxen angeboten werden. Das Formular zur Fax-Abfrage können Sie hier herunterladen und uns ausgefüllt per E-Mail (info[at]aengie.net) zusenden.

Schauen Sie sich hier das Video zu unserer Gründungsveranstaltung an.